Ökologisches Schulparlament (ÖSP)

Wie ist das ÖSP entstanden?

 

Während der Arbeit an unserem Leitbild und der Erstellung unseres Schulprofils anlässlich der Neugründung der ÖKO-HS Mäder (1998) wurde im Lehrkörper, passend zu unserem Leitbild,  nach einer Idee gesucht, in welcher Form die Schüler mehr eingebunden werden könnten und mehr Möglichkeiten zur Mitsprache geschaffen werden können.

Die ursprüngliche Überlegung war, den KlassensprecherInnen und ihren StellverteterInnen mehr konkrete Aufgaben zu übertragen. So wurde im folgenden Schuljahr die erste „Klassensprecherkonferenz“  abgehalten. In dieser Sitzung wurde den teilnehmenden SchülerInnen der Vorschlag präsentiert und von diesen mit Begeisterung angenommen. Die SchülerInnen machten sich sogleich an die Umsetzung dieser Idee und kümmerten sich als erste Aufgabe um eine Bezeichnung für diese Einrichtung. Unter Einbeziehung aller SchülerInnen aus allen Klassen wurden Vorschläge gesammelt und in diversen Abstimmungen die Abkürzung „ÖSP“ für „Ökologisches Schulparlament“ gewählt.  

 

 

Wer sind die Teilnehmer?

 

Bei einer ÖSP-Sitzung sind jeweils KlassensprecherIn und StellvertreterIn aus jeder Klasse Schulsprecher/In, Direktor, Gebäudewart, ein oder zwei LehrerInnen (wechselnd, je nach Möglichkeit) anwesend.

 

Die Teilnahme des Gebäudewartes ist deshalb wichtig, weil er manchmal sofort erklären kann, dass eine Idee nicht umsetzbar ist.  So können wir vermeiden, Diskussionen zu führen, die von vornherein zum Scheitern verurteilt sind, weil die eingebrachten Wünsche oder Vorschläge nicht durchführbar sind.

 

 

Was sind die Ziele und Erwartungen?

 

Mit der Einrichtung des ÖSP erwarten wir uns mehr und bessere Mitsprachemöglichkeiten für die SchülerInnen. Sie sollen besser in das tägliche Schulgeschehen eingreifen können und mitbestimmen können. Da sie ja einen Großteil ihrer Zeit in der Schule verbringen, ist es uns auch wichtig, im Rahmen des möglichen, ein gewisses „ Wohlfühlklima“ für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen. Wer könnte besser bestimmen, welche Bedürfnisse dafür erfüllt werden sollten, als die Betroffenen selbst?

Weiters soll mit dieser Einrichtung auch das Wir-Gefühl (Schüler – Lehrer – Eltern), wesentlicher Bestandteil unseres Schulprofils, gestärkt werden.

Als ÖKO-Schule gehören zu den Aufgaben des Schulparlaments auch sämtliche Belange, die mit dem Schwerpunkte Ökologie zu tun haben.

So gibt es im Verlauf eines Schuljahres immer wieder Themen und Aktionen, die damit zu tun haben, dass unsere Schule u. a. auch eine ÖKOLOG- und Klimabündnisschule ist, und Verschiedenes im Schulalltag oder in Projekten passend dazu organisiert und umgesetzt werden muss, bzw. die (neuen) SchülerInnen immer wieder informiert oder erinnert werden sollen.

Durch die Organisationsform des ÖSP vermitteln wir unseren SchülerInnen auch ein gewisses Maß an Demokratieverständnis, Verantwortung und Selbstkompetenz. Können sie doch in der Praxis, nicht nur theoretisch, miterleben, wie in einer Gemeinschaft Entscheidungen gefällt werden und dass jeder einzelne wichtig ist, sich eine Meinung zu bilden und aktiv sein Umfeld mit zu gestalten.

 

 

Wie ist das ÖSP organisiert?   

 

Im Abstand von etwa zwei bis drei Monaten, je nach Bedarf, beruft die Direktion mittels eines Aushanges eine ÖSP-Sitzung ein, die KlassenvertreterInnen erhalten außerdem persönlich eine schriftliche Einladung mit der Tagesordnung. So können sie sich darauf vorbereiten, bzw. etwaige anstehende Aufgaben im Vorfeld erledigen. Jedes KlassensprecherInnenteam bekommt eine eigene Mappe überreicht, in der die schriftlichen Unterlagen aufbewahrt und gesammelt werden können. Bei der Sitzung erhalten die SchülerInnen relevante Informationen, besprechen eventuelle Probleme, diskutieren über anstehende Aufgaben und erhalten meist Aufträge zu erledigen. Anschließend informieren die KlassensprecherInnenteams ihre Mitschüler in einer der folgenden Schulstunden über die besprochenen Inhalte, fordern sie zur Mitarbeit oder Abgabe von Vorschlägen auf und führen gegebenenfalls Abstimmungen durch. In den nächsten Tagen sammeln sie die Beiträge der Mitschüler, besprechen diese, führen Abstimmungen in der Klasse durch und geben die Ergebnisse in der Direktion ab. Bei der nächsten Sitzung wird darüber diskutiert und bei unterschiedlichen Meinungen oder Ergebnissen aus den Klassen im ÖSP endgültig abgestimmt. 

Eine ÖSP-Sitzung findet grundsätzlich während der Unterrichtszeit statt und dauert in der Regel eine Schulstunde. 

 

 

Welche Themen / Beschlüsse kommen aus dem ÖSP?

 

Im Verlauf der letzten Jahre wurde eine Vielzahl an Themen behandelt und nach Möglichkeit umgesetzt, außerdem viele Projekte initiiert, organisiert und durchgeführt. Ein Grundsatz an unserer Schule ist zum Beispiel die Durchführung eines Schulprojektes jedes zweite Jahr, an dem grundsätzlich alle Schüler und auch viele Eltern beteiligt sind.  

 

Auswahl der Schülerwünsche, die erfüllt werden konnten:

 

         + In jedem Klassenzimmer soll eine eigene Uhr hängen. Diese Uhren

            wurden von den SchülerInnen organisiert.  

         + Während des Unterrichts darf aus einer mitgebrachten Trinkflasche 
            jederzeit Wasser getrunken werden.

         + In der großen Pause wird ein- bis zweimal pro Woche eine gesunde 
            Jause angeboten, zubereitet und organisiert von Eltern.

            an den anderen Tagen gibt es Kornbrötchen, Salz- oder 

             Laugenstängel zu kaufen, organisiert von SchülerInnen.      

         + Alle Abschlussklassen machen eine „Verewigung“ in Form eines meist
             künstlerischen Projektes, das an der Schule bleibt und zu dem jeder
             Schüler der Abschlussklasse einen persönlichen Beitrag geleistet 
             hat.

         + Unsere Schule soll eine ÖKOLOG-Schule werden und auch das         
            Umweltzeichen für Schulen erwerben.

 

 

Auswahl der Schulprojekte, die aus dem ÖSP entstanden oder mit dessen Hilfe umgesetzt wurden:

 

         + Gestaltung des Pausenplatzes:

            Der Pausenplatz wurde in einen Ruhe- und Spielbereich geteilt,          
            die Spielgeräte mit Hilfe von Schülern aufgebaut.         

         + Ökologischer Spiele-Abend:

            Im J.-Ender-Saal fand ein Spiele-Abend statt, zu dem auch alle
            Eltern eingeladen waren. Teams aus Schülern und Eltern lösten    
            unterschiedliche Aufgaben mit ökologischem Bezug und machten     

            eifrig bei den Spielen mit.  Jede Klasse hatte sich mindestens ein        
            Spiel ausgedacht und alles Notwendige organisiert.

         + Tour de Mäder:

            Bei diesem Projekt wurden von den Schülern verschiedene                
            markante oder bedeutende Punkte in der Gemeinde Mäder         
            ausgesucht und in einigen Projekttagen thematisch aufgearbeitet     
            (Flurgehölze, Naturdenkmal Silberweide, Datsch-hüsle, …). Ziel     
            und Endprodukt war eine Ralley durch Mäder, in deren Verlauf         
            von Schüler-Eltern-Teams an den einzelnen Punkten Aufgaben         
            zu lösen waren.  

         + Das letzte Projekt war im Juni 2008 die 10-Jahres-Feier unserer         
            Schule, die mit einem großartigen Fest begangen wurde. 

         + Dieses Jahr wird die Veranstaltung des Volleyball-Schülerliga-     
            Bundesfinales an unserer Schule das Jahresprojekt sein.

 

Die positiven Erfahrungen, die unsere Schule mit dem ÖSP bisher gemacht hat, bestärken uns, dies auch in Zukunft weiterzuführen.

Schülermeinungen zum ÖSP

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Kinderrechtepreis 2010

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