Unser Schulgebäude: Die Bauökologie

Schon bei der Planung und beim Bau unserer Schule wurde darauf geachtet, ein ökologisches Gebäude zu errichten, das möglichst wenig Energie verbraucht.

Dies wurde erreicht durch

  • die Würfelform (die Außenfläche ist im Verhältnis zum Volumen möglichst gering)
  • die Verwendung ökologischer Baumaterialien
  • eine ausgezeichnete Isolierung
  • ein Beleuchtungssystem, das sich an die Tageshelligkeit anpasst.
  • die kontrollierte Be- und Entlüftung, bei der die Abwärme der Klassen zur Heizung der Turnhalle verwendet wird.

Durch die Würfelform konnten zudem die Baukosten deutlich verringert werden.

Ökologische Baumaterialien - Isolierung

Für ein ganzheitliches Konzept der ÖKO- Mittelschule war die ökologische Wahl der Baustoffe von großer  Bedeutung.

Dadurch konnten die  durch den Bau verursachten Umwelteinwirkungen gering gehalten werden. Als wichtigste ökologische Maßnahmen in der Baustoffwahl der können folgende Punkte genannt werden:

  • massiver Einsatz von Holz in Leichtbaukonstruktionen
  • PVC-freie Elektroverkabelung
  • Steinwolle statt Polystyrol für Dachdämmung und Trittschalldämmung
  • im Innenbereich Schafwolle statt Steinwolle (für akustisch wirksame Elemente)
    Betonfassadenelemente statt Kupferfassade
  • lösemittelfreie Farben und Lacke im Innenbereich
  • Holzständerkonstruktionen bei Leichtbauinnenwänden ohne besondere schalltechnische Ansprüche
  • ökologisch und baubiologisch geprüfte und ausgezeichnete Gipsfaserplatten

Beleuchtungssystem

Das Beleuchtungssystem ist in das Bus-Hausleitsystem integriert und wird durch ein Computer–Management gesteuert. Das bedeutet, dass die Beschattungsanlage, die Beleuchtung und die Lüftungsanlage von einem Computerprogramm  geregelt werden und aufeinander abgestimmt sind.

Beim Betreten einer Klasse muss man sich durch Drücken eines Schalters anmelden. Dadurch werden das Beleuchtungssystem und die Belüftungsanlage aktiviert.

Die Beleuchtungsstärke wird automatisch an das Tageslicht angepasst. In jedem Raum sind die zwei Lichtbahnen in Fensterseite und Innenseite gegliedert, die vom Computersystem nach benötigtem Licht getrennt geregelt werden. Die Lichtbahnen beim Fenster leuchten weniger hell, das spart Energie.

Be- und Entlüftung

Die Heizung der Räume erfolgt über eine kontrollierte Be- und Entlüftung.

Auf dem Turnhallendach werden pro Stunde 12.500m3 Luft in einen Zuluftkanal eingesogen und gefiltert. Von dort gelangt sie über einen Schacht unter dem Vorplatz der Turnhalle in die Erdkollektoren, das sind Rohre mit einem Durchmesser von 30 cm. Sie sind in 1,80m und 2,50m Tiefe in der Erde verlegt. Dort wird die Luft im Winter vorgewärmt. Danach wird sie über einen zweiten Schacht in einen Rotionswärmetauscher geführt und mit der Abluft der Schule vorgewärmt.

Bei Bedarf wird die Luft über die Fernwärme der Hackschnitzelheizung auf Raumtemperatur gebracht. Nachdem die Luft in den Klassen und Gängen verbraucht worden ist, wird sie in den Technikraum zurückgeführt. Angereichert mit Frischluft wird sie in die Turnhalle geblasen. Jetzt wird sie in die Wärmetauscher zurückgeführt, um die Wärme an die frisch angesaugte Luft abzugeben.

Im Sommer wird die angesaugte Luft in den Erdkollektoren um bis zu 8°C gekühlt.